www.patroklus.de
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Evangelische Patrokluskirche Kirchhörde

St. Patroklus von Troyes, Fenster in der Basilique Saint-Urbain, Troyes, Champagne-Ardenne, Frankreich.

Die Ev. Patrokluskirche in Kirchhörde wurde ursprünglich Patroklus von Troyes geweiht. Er lebte ungefähr von 200 n. Chr. bis 259 n. Chr. und war römischer Soldat und Christ. Er wurde von Kaiser Valerian wegen seines standhaften Bekenntnis­ses enthauptet.

Erzbischof Bruno von Köln brachte die Reliquien des Patroklus 960 zunächst nach Köln, dann 964 nach Soest, wo sie heute im Patroklidom aufbewahrt werden. Vermutlich wurde auf dem Weg dorthin ein Aufenthalt an der Kapelle in Kirchhörde eingelegt. Aus diesem Anlass wurde ihr der heilige Patroklus zum Schutzpatron bestimmt. Die Kirchhörder Kirche war bis 1655 Filialkirche der Dortmunder Reinoldi­kirche. Später wurde die äußere Gestaltung an St. Reinoldi angepasst, daher nennt man sie auch Klein-Reinoldi.

Die heutige Kirche wurde von 1789 bis 1807 erbaut. Eine Holztafel in der Kanzel weist auf das Jahr 1807 hin. Die bis­he­rige Kirche aus dem Jahr 1106/07 war baufällig. Das älteste Relikt ist in der Kirche zur Zeit der Taufstein, er trägt die Inschrift "15. Maji 1540". Die Grabplatten für zwei Pfarrer an der hinteren Wand, waren wohl im Fußboden des Vorgängerbaus der heutigen Kirche eingelassen.

Im 16. Jahrhundert wurde auch in dieser Kirche die Reformation eingeführt. Als sich im 20. Jahrhundert wieder eine katholische Gemeinde gründete, wurde ihre Kirche am Truxhof mit dem Namen "St. Patrokli" ebenfalls nach dem Ortsheiligen benannt.

Seit dem 1. Juli 2007 gehört die Ev. Patrokluskirche Kirchhörde zur
Ev. Philippus-Kirchengemeinde Dortmund.

Technische Daten der Kirche

Lagerbuch der Ev. Kirchengemeinde Kirchhörde vor 1891

Die Kirche liegt im östlichen Teile der Gemeinde in der Ortschaft Kirchhörde, ist 14,12 m lang und 10,67 m breit von Sandsteinen erbaut und mit Ziegeln, teils mit Steinplatten gedeckt.
Der Turm, im Westen an die Kirche gebaut, hat einen Querschnitt von 1,575 qm, mit im Mauerwerk 12,86 m und in der Spitze 14,12 m , im ganzen somit 26,98 m hoch und teils mit Schiefer, teils mit hölzernen Schindeln gedeckt. (Auszug aus dem Lagerbuch der Ev. Kirchengemeinde Kirchhörde vor 1891)

Sitzplätze: Die Kirche hat 13 Bankreihen à zwei Bänke. Jede Bank kann 7 bis 8 Personen aufnehmen, dazu gibt es einige Plätze auf der Empore.

Glocken: Die Kirche besitzt drei Glocken.

Patrokluskirche in neuem Gewand

Renovierung im Coronajahr 2020

Patrokluskirche mit Gerüst während der Renovierung. (Fotos: Nitzke)

Ein kleines Schild an der Kirchentür – fast wie zu Luthers Zeiten – führte zu mancher Nachfrage der Gemeindemitglieder. Es verbot das Betreten der Kirche wegen „Schädlingsbekämpfung“.

Kein Grund zur Sorge! Diese Maßnahme hing lediglich mit den Restaurierungsarbeiten der Kirche zusammen.

Ja, er war mit der Zeit in die Jahre gekommen, der Innenanstrich unserer Patrokluskirche. Anders aber, als bei einem spontan entschiedenen Neuanstrich des eigenen Wohnzimmers, ist es bei dem Anstrich einer Kirche nicht mit einer „Wochenend- Aktion“ getan, auch wenn viele freiwillige helfenden Hände zur Verfügung gestanden hätten. Neben den Arbeiten für den Gerüstbau und den entsprechenden Sicherheitsaspekten sind auch z. B. Fragen des Denkmalschutzes zu beachten. Weiter kommt hinzu, dass Orgel, Kanzel, Taufstein, Altar und Kreuz sinnvoll und wertschätzend verpackt werden müssen.

Auch logistische und restauratorische Aspekte z. B. im Zusammenhang mit den Kirchenbänken waren zu beachten. Künftig ist vorgesehen, dass der Innenraum wieder in einem freundlichen „Weiß“ erstrahlt, lediglich die Fensterlaibungen und Kassetten der Dachkonstruktion werden etwas dunkler abgesetzt. Der neue mineralische Spezialanstrich wird aber erst dann aufgetragen, wenn Risse und Ausbrüche in den Wänden verputzt sind und auch die elektronischen Leitungen unter den Putz gelegt werden können. Um alle diese Dinge zu stemmen, brauchte es leider etwas Zeit, in der unsere Kirche geschlossen war. Zwischenzeitlich fanden Gottesdienste im Gemeindehaus unter den bekannten Corona-Bedingungen statt.

Was die „Schädlingsbekämpfung“ anging, wollte man lediglich dem Holzwurm, der sich partiell der Sitzbänke „angenommen“ hatte zu Leibe rücken – also wirklich kein Grund zur Sorge. Wir hoffen, dass wir bald wieder Gottesdienste in der Kirche feiern können.

Uwe Kappel  (im Philippusbrief)

Patrokluskirche in neuem Gewand

Patrokluskirche in neuem Gewand

Lage der Ev. Patrokluskirche:

Ostersonntag 2020 in Kirchhörde: Sonnenschein satt Flashmob

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Ev. Patrokluskirche Kirchhörde (ca. 1930)

Ev. Patroklus Kirche Kirchhörde 1930er Jahre.

Auf diesem Bild ist deutlich zu sehen, dass der Eingang zum Kirchhof an der Südseite lag, wo er auch im Jahre 2015 im Zuge des Gemeindehaus-Neubaus wieder errichtet wurde.